Dominikanische Republik

Nachdem wir tags zuvor in der Stadt Santa Barbara de Samana ein nettes Paar kennengelernt haben, erzählten diese uns von dem Ausflug zu den Las Cascadeas del Limón, den sie tags zuvor machten. Sie empfohlen uns, den Ausflug bei Ramona zu „buchen“. Also wollten wir das auch erleben. Wir fuhren von unserem Haus in Las Terrenas vorbei an El Portillo, La Barabacoa bis nach El Limón. Dort fanden wir auch recht zügig Ramona, eine ca. 35-40 jährige Dominikanerin, die solche Touren anbietet. Denn an der Strecke gibt es viele Möglichkeiten, den Wasserfall zu „ersteigen“. Nachdem wir das finanzielle geklärt hatten, ging es auch bald schon los.

Die Pferde mussten noch bestiegen werden und ab ging es. Ich muss dazu sagen, das ich eine Tierhaarallergie habe und bisher immer nur in der Republica Dominicana mit Pferden geritten bin. Doch mein Pferd war im großen und ganzen recht einfach zu führen, außerdem war noch ein Führer mit dabei. Als wir dann in ein kleines Waldstück kamen, stand dort ein Mann, der von jedem 5 Peso verlangte. Dafür sorgen die Menschen dort, das es überall sauber ist und der Müll nicht überall liegt. Denn gerade diesbezüglich sind die Dominikaner doch noch etwas nachhilfebedürftig. Die Touristen natürlich auch, wenn sie immer und überall ihren Dreck hinterlassen.

Nun aber weiter im Text. Wir ritten nun gemütlich durch ein kleines Campo, das durch die unterschiedlichste Vegetation umgeben war. Viel grün in den verschiedensten Tönen. Super. Wir kamen an einen Fluss, den wir zweimal durchquerten und dann ging es doch recht zügig und steil den Berg hinauf. Der Weg war durch den Regen vom Vortag teilweise sehr schlammig und auch eben steinig und ausgespült. Die Pferde kennen den Weg in- und auswendig und meines suchte eher den Schatten als die Sonne. Ist ja auch verständlich, oder? Und so langsam merkte ich meine Allergie hoch kommen (Augen, Nase, Lunge, jeder betroffene weiß wovon ich rede). Doch wir waren glücklicherweise fast schon oben angekommen und machten eine kleine Pause. Der Ausblick den man dort genießen kann ist einfach nur atemberaubend. Auf der einen Seite sieht man den Atlantischen Ozean und wenn man sich umdreht sieht man traumhaft schöne Berglandschaften, und eben auch, in weiterer Entfernung, den Salto del Limón.
 

     

Aber wir mussten noch ca. 5 Minuten weiter reiten, stellten die Pferde ab und liefen dann noch ca. 15 Minuten den Berg wieder hinunter, was aber den Pferden nicht zugemutet wird. Ist auch gut so. Den Fluss, an den man kommt, muss man durchqueren und dann geht es wieder bergauf. Doch dann hört und sieht man den Wasserfall. Und in dem Becken vom Wasserfall kann man sich auch bestens erfrischen, indem man reinspringt und schwimmt. Mit meinen Eindrücken wie Klasse, Super, Traumhaft etc. halte ich mich lieber ein wenig zurück. Geht hin und macht euch euer eigenes Bild. Ihr werdet es nicht vergessen. Nach ca. 45 Minuten Erfrischung traten wir den Rückweg an. Dort wo die Pferde warteten gibt es auch die Möglichkeit etwas zu trinken. Also genehmigten wir uns noch ein kühles Presidente und ritten dann wieder hoch zu Ross an unseren Ausgangspunkt zurück.
 
 
Bei Ramona wieder angekommen, konnte man sich kurz erfrischen. 10 Minuten später wurde uns dann ein typisch dominikanisches Essen aufgetischt: Reis, Bohnen, Huhn und Salat. Dazu gab es obligatorisch, zumindest für mich, das Presidente. Im Laufe der Zeit haben wir uns auch angeregt unterhalten. Da wir im Moment die einzigen Gäste waren, hatte Ramona auch viel Zeit. Später, zum Kaffee, saßen wir dann schon bei ihr auf der Veranda in einem Schaukelstuhl und ihr Haus wollte sie uns auch noch unbedingt zeigen. Was mich dort am meisten beeindruckt hat, war die Küche. Offene Feuerstellen und riesige Kochtöpfe. Nach Stunden des Plausches traten wir dann wieder den Rückweg nach Las Terrenas an. Und was ich euch noch mitteilen möchte: Der Preis betrug damals insgesamt 550 Peso. Alles inbegriffen: Pferde, Führer, Essen und Trinken sowie Tipp. Und ich bin mir sicher, das kein Reiseveranstalter etwas daran verdient hat und das Geld in der República Dominicana bleibt.