Und dann kam uns ein alter Mann mit einer Machete uns
entgegen. In unserem spanisch, natürlich mit Händen und Füßen gemischt,
versuchten wir ihm klar zu machen, das wir mit seiner Enkeltochter und weiteren
Bekannten zu Besuch sind. Doch er meinte, das wir erst morgen kommen würden.
Freute sich aber trotzdem sehr über den Besuch. Er wollte uns natürlich auch
sein Anwesen zeigen und wir folgten ihm. Wir liefen also noch weiter den Berg
hinauf, bis wir an einen, in Deutschland würde man Walärand sagen, kamen. Wir
gingen hinein und er zeigte uns die Kaffeepflanzen. Versuchte uns viele
Informationen über die einzelnen Pflanzen zu geben. Er erklärte uns, das er den
Kaffee dann auf dem Markt verkaufen würde und dieser dann wiederum für den
Kaffee Santo Domingo verwendet wird. Nach einiger Zeit liefen wir dann wieder
zurück. Als wir aus dem Waldstück wieder rausliefen, kam auch unsere Bekannte
uns entgegen. Sie begrüßte herzensvoll ihren Großvater, machte sich aber auch
etwas Gedanken darüber, wo wir denn abgeblieben seien. Obwohl es dazu natürlich
keinerlei Befürchtungen gab. Außer wir wären den Abhang hinuntergerutscht. Aber
dann wären wir ihn wieder hochgekrabbelt. Nachdem wir dann noch etwas getrunken
und gegessen hatten verabschiedeten wir uns und fuhren zurück.
Was kann ich nun zu diesem Nachmittag sagen? Ich fand es
einfach wunderbar, mit welch einer Offenheit, Herzlichkeit und Natürlichkeit
einem die Dominikaner entgegentreten. Man kennt es ja aus den
Touristengebieten, wo viele ihrer Arbeit nachgehen und auch mit allen Mitteln
versuchen, an das Geld des Gringos zu kommen. Was auch legitim ist meiner
Meinung nach. Doch die wenigsten der Touristen, die in die Republica Dominicana
kommen, werden einen solchen Nachmittag erleben.